Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Ost­deutschland 2026

Der Bundestag hat am Donnerstag, 8. Oktober 2026, erstmals über die Unterrichtung der Bundesregierung für Ostdeutschland 2026 (21/8400(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) debattiert. Den Bericht mit dem Titel „In Bewegung bleiben“ stellte die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Elisabeth Kaiser (SPD), vor. gestellt. Im Anschluss an die Aussprache wurde der Bericht zusammen mit einem Entschließungsantrag der Fraktion Die Linke (21/8417(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie überwiesen.. Bericht der Ostbeauftragten Kaiser legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die „Aufstiegsversprechen“. Zentraler Teil des Berichts ist eine Umfrage unter bundesweit rund 2.700 Menschen für den sogenannten Deutschland-Monitor. Nach den Ergebnissen sagten 95 Prozent der Menschen in Ost und West, Leistung und Fleiß sollten für gesellschaftlichen Aufstieg zählen, 91 Prozent nannten Bildung und Ausbildung. Doch in der Wirklichkeit gälten nach Einschätzung der meisten Befragten andere Maßstäbe: So hätten 80 Prozent angegeben, vorhandenes Vermögen sei für den Aufstieg entscheidend, genauso viele hätten Beziehungen als ausschlaggebend angesehen, 72 Prozent hätten die soziale Herkunft genannt. Nach Angaben des Berichts lag das durchschnittliche Netto-Gesamtvermögen je Haushalt in Ostdeutschland bei 125.500 Euro, während es in Westdeutschland 257.100 Euro betrug. Der jährlich zum Tag der Deutschen Einheit erscheinende Bericht kommt zu dem Schluss, dass es auch nach 36 Jahren Deutscher Einheit „noch immer Herausforderungen und Ungleichheiten gibt“, aber auch „Chancen und neue Perspektiven“. Die Deutsche Einheit bleibe daher eine fortwährende Aufgabe – für die Bundesregierung, aber auch für die Gesellschaft insgesamt, heißt es in dem Bericht. (nki/eis/08.10.2026)