Anträge zur Wohnungs­politik, zum Studium und zur dualen Ausbildung

Der Bundestag hat am Donnerstag, 24. September 2026, erstmals über drei Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen debattiert, die die Lebenswirklichkeit junger Erwachsener in den Blick nehmen. Nach halbstündiger Aussprache wurden die Anträge zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. Beim Antrag mit dem Titel „Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen“ (21/8122(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) ist der Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen federführend,, beim Antrag mit dem Titel „Studium und Lehre für die Zukunft weiterentwickeln – Individuell, lebensbegleitend und innovativ“ (21/6948(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung und beim Antrag mit dem Titel „Von der Werkhalle bis zur Pflegestation – Die berufliche Bildung als Rückgrat unserer Gesellschaft stärken“ (21/8123(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Erster Antrag der Grünen Die Bundesregierung soll eine „Wohnheim-Offensive“ starten und bis zum Jahr 2030 den Bau und die Sanierung von 100.000 Wohnheimplätzen für Studierende und Auszubildende fördern. Dafür sollen die Bundesmittel für die Programmlinie Junges Wohnen deutlich erhöht werden, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in ihrem ersten Antrag (21/8122(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Außerdem sollen Schlupflöcher im Mietrecht geschlossen werden, die besonders junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt betreffen. Dazu soll durch Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch ausgeschlossen werden, dass mit Untervermietung Gewinne erzielt werden, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Zugleich sollen Untermieter besser vor Kündigungen geschützt werden. Besser reguliert werden soll auch die möblierte Vermietung. Bedürftige Auszubildende sollen eine „Azubistarthilfe“ in Höhe von 1.000 Euro für die Finanzierung von Kaution und Erstausstattung erhalten. In der Begründung des Antrags heißt es, viele junge Menschen könnten eine eigene Wohnung oder ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft kaum noch bezahlen. (hle/hau/24.09.2026)